LANDTAGSFRAKTION
NIEDERSACHSEN
 
 
Frauen und Gleichberechtigung  
Thela Wernstedt, MdL

 

„Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter.“
August Bebel, SPD-Vorsitzender, 1879
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Eines der wichtigsten Ziele in August Bebels politischer Arbeit war es, die Vorurteile zu bekämpfen, die damals der vollen Gleichberechtigung der Frau entgegenstanden. Er hatte vor 136 Jahren recht – und heute leider immer noch. Das Ziel ist noch immer nicht erreicht.

Für eine wirklich lebenswerte Gesellschaft brauchen wir ein gleichberechtigtes und partnerschaftliches Miteinander von Frauen und Männern. So kann sich das Potenzial aller Menschen am besten entfalten. Gesellschaftlicher Fortschritt und Gleichstellung der Geschlechter gehören zusammen.

Die Gleichstellung der Geschlechter und eine gleichberechtigte Partnerschaftlichkeit sind Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Frauen und Männer müssen nicht nur die gleichen Startschancen haben, sondern sich auch tatsächlich partnerschaftlich Familie sowie Beruf und Karriere teilen können.
Dabei entstehen vielfältige neue Lebensentwürfe und dennoch leben die alten Rollenmuster fort, verbunden mit ungleicher Bezahlung und geringeren Karrierechancen.

Wir brauchen deshalb gesetzlich verankerte Quoten, damit sich Frauen auch dort durchsetzen können, wo ihnen eingefahrene Machtgefüge den Weg versperren. Ist es nicht ein Armutszeugnis, dass wir über Frauenquoten diskutieren müssen? Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass auch verantwortungsvolle Positionen mit Frauen besetzt werden? Das ist es nun mal nicht, deshalb sind die aktuellen Diskussionen gut und wichtig. Sie stärken das Bewusstsein dafür, dass wir auch in Deutschland von einer wahren Gleichberechtigung von Mann und Frau noch weit entfernt sind. In kaum einem anderen Land in Europa gibt es heute noch so wenige Frauen in Führungspositionen, ist die Diskrepanz zwischen gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit so hoch.

Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich deshalb für die volle Gleichberechtigung der Frauen ein. Gleichberechtigung braucht Solidarität. Diese Erkenntnis prägt die Sozialdemokratie gestern, heute und zukünftig.

Ihre Thela Wernstedt

 
Pressemitteilung Nr. 17/972

Wernstedt: Selbstbestimmungsrecht auf Verhütung soll gestärkt werden

06. April 2017 | Die rot-grüne Regierungskoalition will das Selbstbestimmungsrecht von Frauen auf Familienplanung und Verhütung stärken: „Unsere Forderung: auf Bundesebene muss erreicht werden, dass Verhütungsmittel bei Bezieherinnen von Sozialleistungen gesondert finanziert und nicht aus dem Betrag für allgemeine Gesundheitsaufwendungen von nur 17 Euro bezahlt werden müssen“, erklärt dazu Dr. Thela Wernstedt, frauen- und familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.
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