LANDTAGSFRAKTION
NIEDERSACHSEN
 
 
Kultur  
Ulf Prange

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

für die SPD-Fraktion sind Kultur- und Medienpolitik von zentraler Bedeutung. Nur ein wacher und kritischer Geist kann die gesellschaftlichen Zusammenhänge erkennen, sich ihnen stellen und sie mitgestalten. Kultur- und Medienpolitik bieten Jung und Alt besondere Zugänge zu Bildung und Beteiligung. Das stärkt den Einzelnen und bietet Entfaltungsmöglichkeit.

In der Kulturpolitik ist unser Handeln von fünf programmatischen Eckpunkten geprägt::

  • die Verantwortung des Staates für die Kultur,
  • Chancengerechtigkeit und kulturelle Bildung,
  • die Förderung von Kultur- und Kreativwirtschaft,
  • Verantwortung für Künstlerinnen und Künstler sowie
  • kulturelle Vielfalt und interkultureller Dialog.

Drei große Fragen stellen wir uns:

  • Welche kulturelle Infrastruktur brauchen die Menschen in 10, 20 oder 30 Jahren?
  • Wie können Kommunikation und Teilhabegerechtigkeit für die öffentlich zugänglichen Institutionen und Netzwerke sichergestellt werden, vor allem dann, wenn der Kit der sozialen Netzwerke (Familie, Nachbarschaft) immer mehr austrocknet?
  • Wie kann verhindert werden, dass Kulturpolitik in den nächsten Jahren immer mehr unter den sich verschärfenden finanziellen Rahmenbedingungen leiden und unter Legitimationsdruck geraten wird?

Besonderes Augenmerk legen wir auf die Förderung von Kunst und Künstlern. Ihre Kreativität ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Kulturförderung ist deshalb keine Subvention, sondern Investition in die Zukunft. Dafür wollen wir die kulturelle Infrastruktur und die öffentliche Kulturpolitik absichern, Kultur als Staatsziel in die Verfassung und damit ins Pflichtenheft von Bund, Ländern und Kommunen nehmen, Räume für Kultur schaffen und bessere Rahmenbedingungen für Künstler schaffen. Dafür brauchen wir einen Kulturentwicklungsplan auf Landesebene, um uns mit den Kommunen darüber zu verständigen, wie die kulturelle Infrastruktur in der Zukunft gerettet werden kann. Regionale Profilbildung und Kooperationen können so vorgenommen werden.

Wir wollen auch, dass die Möglichkeiten kultureller Teilhabe ausgebaut werden. Das hat nicht immer mit Geld zu tun, sondern ist auch eine Frage der Zusammenarbeit der Institutionen. Was nützen uns die großen Kulturprojekte, wenn in der Schule die Stunden im Kunst- und Musikunterricht reduziert werden. Kindertagesstätten und Schulen brauchen mehr Möglichkeiten, mit kulturellen Trägern zu kooperieren. Kulturelle Jugendbildung ist ein wichtiges Element unserer Politik. Für die Gestaltung einer gerechten und farbigen Gesellschaft hat die kulturelle Bildung eine zentrale Bedeutung. Kulturelle Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich für Kinder und Jugendliche ist ein entscheidender Schlüssel zur gerechten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Malkurse, Musikunterricht, Museumspädagogik bieten einen charmanten Zugang zu Bildung. Das müssen wir mehr nutzen.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Diese Impulse wollen wir stärker nutzen, denn die Wechselwirkung zwischen öffentlich geförderter Kultur und der daraus erwachsenden Kulturwirtschaft ist enorm. Wir brauchen daher ein Programm zur Stärkung der Kulturwirtschaft. Von besonderer Bedeutung wird dabei die Entwicklung des Kulturtourismus sein.

Ihr Ulf Prange

 
Medien  

Veranstaltungen

Name der Veranstaltung

Datum der Veranstaltung

Kunstpreis 2014

19. Januar 2015

Klausurtagung Arbeitskreis Wissenschaft und Kultur

17.-19. September 2014

Kunstpreis 2013

21. Januar 2014

 

Pressemitteilung Nr. 17/942

SPD-Fraktion ehrt Vollrad Kutscher mit Kunstpreis für sein Lebenswerk

31. Januar 2017 | Der Künstler Vollrad Kutscher ist Träger des Kunstpreises 2016 der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen. Der Installations- und Performance-Künstler, der 1945 in Braunschweig geboren wurde, hat mit seiner Arbeit „Der weiße Traum“ 1980 international Bekanntheit und Renommee erreicht. Darin verarbeitet er seine Erlebnisse als Flüchtlingskind.
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