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Pressemitteilung Nr. 18/439

Logemann und Hausmann: SPD-Landtagsfraktion fordert Waldgipfel

15. August 2019 | Trockenheit sowie zahlreiche Schadorganismen, Waldbrand- und Waldbrandgefahr und Stürme machen Niedersachsens Wäldern zu schaffen. Dabei sind diese unsere Lebensader, die momentan großen Gefahren und Herausforderungen ausgesetzt ist.

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Agrarministerin Barbara Otte-Kinast auf, umgehend tätig zu werden und Akteure sowie Verbände, Wissenschaftler, Klimaschützer und Politik zu einem niedersächsischen Waldgipfel einzuladen. „Es ist fünf nach zwölf für unsere Wälder“, so die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Karin Logemann, und sie fährt fort: „Dabei gibt es unzählige Ansätze, wie dem Thema begegnet werden könnte. Auch ein Blick über den Tellerrand zu unseren europäischen Nachbarn kann uns helfen.“

 
Karl Heinz Hausmann, MdLKarl Heinz Hausmann, MdL

„Beim schwedischen Modell zum Beispiel müssen für einen gefällten Baum drei neue Bäume gepflanzt werden. Ob auch Baumpatenschaften eine Rolle spielen könnten, kann man in einem weiteren Schritt klären. Wir müssen zudem prüfen, wo eventuelle finanzielle Unterstützung unter welchen Kriterien angebracht ist. Einfach mit der Gießkanne Mittel zu verteilen, ist jedoch nicht sinnvoll“, so Logemann weiter.

„Der Wald in Niedersachsen besteht zu einem Drittel aus Landeswald und zu zwei Dritteln aus Privat- und Genossenschaftswald. Insbesondere die Besitzer der Privat- und Genossenschaftswälder sind mit der neuen Situation überfordert und benötigen dringend staatliche Unterstützung bei der Wiederaufforstung ihrer Waldflächen“, erklärt Karl-Heinz Hausmann, forstpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Wir brauchen deshalb schnell einen niedersächsischen Plan. Dieser kann auch im Gepäck sein, wenn unsere Ministerin zum „Nationalen Waldgipfel“ aufbricht, den Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner angekündigt hat“, fordern beide SPD-Politiker.

„Im Kampf gegen die massiven Waldschäden ist eine Anpassung der Wälder an den Klimawandel notwendig. Bei der Bekämpfung des Treibhauseffekts spielt der Wald eine elementare Rolle“, so Logemann, und ergänzt: „Wir haben zum Beispiel die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt, die mit ihrer Expertise zur Sicherung einer nachhaltigen, multifunktionalen Forstwirtschaft mit dem damit verbundenen Beitrag zum Klimaschutz beitragen kann. Der Wald ist mehr als nur die Summe seiner Bäume und mehr als ein reiner Rohstofflieferant: Er ist auch ein vielfältiger Lebensraum, den es zu schützen gilt.“

 
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